Samstag, 16. Dezember 2017

Abgebrochen: Winterzauber in Manhattan von Mandy Baggot



Winterzauber in Manhattan, Mandy Baggot
Goldmann, 567 Seiten

Klappentext

Die Engländerin Haley und ihre Tochter Angel sitzen im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Weihnachten zu feiern. Begeistert stürzen sie sich ins Abenteuer: Kutschfahrten im Central Park, Schlittschuhrunden am Rockefeller Center und Bummel auf der 5th Avenue. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat mehr zu bieten - und Angel hat einen Herzenswunsch: ihren Vater kennenzulernen. Während Haley sich auf die Suche nach dem Mann macht, mit dem sie die eine folgenreiche Nacht verbrachte, läuft sie Oliver über den Weg: Milliardär und Weihnachtsmuffel - bis jetzt. Denn dieses Fest könnte auch für ihn zu einem Fest der Liebe werden.

Meine Meinung

Mich hatte Winterzauber in Manhattan sofort angesprochen als ich auf der Suche nach Weihnachtsbüchern für dieses Jahr war. Dieses Jahr wollte ich ab Mitte November nur noch Weihnachtsbücher lesen um so richtig in Stimmung zu kommen.
Also hatte ich mir das Buch zu meinem Geburtstag schenken lassen und auch sehr gefreut.
Und durch den Schnee am letzten Wochenende kam ich dann wirklich endlich in Stimmung mit dem lesen von Weihnachtsbüchern anzufangen und griff nach dem schönsten Cover (es glitzert wirklich ganz zauberhaft 💖) und dem Klappentext der mich am meisten angesprochen hatte.

Leider bekam ich für mich nicht das, was ich erwartet hatte.
Am schwierigsten fand ich, dass ich Oliver Drummond nicht mochte. Der Milliardär schwankte von Anfang an von einem ins andere Extrem. Entweder er "leidete" vor sich hin und versuchte seiner Umgebung klar zu machen, dass er bald sterben wird da sein Vater und jüngerer Bruder auch gestorben waren, schließlich läge das in der Familie (seine Assistentin tat mir unheimlich leid) oder er zieht mit seinem Freund Tony um die Häuser und säuft und schleppt eine Frau nach der anderen ab, nur um dann am nächsten Morgen völlig verkatert zur Arbeit zu kommen und wieder vor sich hin zu leiden, besonders wenn seine Mutter ihn überreden möchte, Weihnachten zu ihr zu kommen.
Solche Männer kann ich persönlich nicht ernst nehmen und noch viel weniger leiden.
Bei solchen Männern kann ich mir auch nicht vorstellen, dass auch nur eine Frau sich in sie verlieben könnte. Da Winterzauber in Manhattan aber nun auch eine Liebesgeschichte ist.....nein 😒

Und dann Haley und ihre Tochter Angel. Fand ich Haley super sympathisch, war mir Angel einfach too much. Angel soll im Buch 9 Jahre alt sein, redet aber wie die beste Freundin von Haley mit Mitte 20. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, es wirklich mit einem neunjährigen Kind zu tun haben. 
Sicher, es gibt Kinder die sind weiter als andere, es gibt hochbegabte und altkluge, aber es sind eben noch Kinder. Angel war einfach rundherum zu viel und ganz und gar nicht altersgerecht gezeichnet. 
Das hat mich genervt.

Da half auch Haley nicht mehr, die ich wirklich mochte, die schlagfertig ist aber nicht aufdringlich. Ich konnte mich einfach nicht mehr auf die Geschichte einlassen. Und nachdem mir schon nach rund hundert Seiten klar war, dass dies nicht meine Geschichte werden würde, habe ich auf Seite 257 endgültig abgebrochen.
Das Leben ist einfach zu kurz für Bücher, die einen nicht vollständig fesseln können und durch die man sich irgendwie "durchquälen" muss.

Montag, 11. Dezember 2017

Lockwood & Co - Das grauenvolle Grab von Jonathan Stroud



Lockwood & Co. - Das grauenvolle Grab, Jonathan Stroud
cbj, 488 Seiten

Klappentext

Mindestens vier Tote sind uns ganz dicht auf den Fersen!
Wir hatten keine andere Wahl - und zudem waren wir mit unseren Kräften völlig am Ende. Meine Freunde und ich stolperten in verzweifelter Hast den Flur entlang, aber wir hörten unsere grausigen Verfolger schon die Treppe hinuntertappen. Gleich würden sie ihre Knochenfinger nach uns recken. Holly und ich schleiften den geschwächten George so schnell wir konnten hinter uns her, Kipps fluchte wüst. Wir taumelten durch den Torbogen ins Zwielicht - und blieben wie angewurzelt stehen.
Der Weg war versperrt.
Die Jagd war zu Ende.
Vor uns lag der Trafalgar Square - und dort wimmelte es nur so von Londons Toten.

Meine Meinung

Ein Jahr hat es gedauert bis endlich die Fortsetzung der Lockwood & Co. Reihe in meinen Händen landen sollte. Und dann soll es plötzlich der letzte Teil sein? 😢
Aber wie heißt es so schön, man soll aufhören wenn es am Schönsten ist und das trifft wohl auch auf diese Reihe von Jonathan Stroud zu, die in meinen Augen gut aufgelöst wird.
Merkte man in den letzten Bänden schon, dass es immer weniger um die einzelnen Fälle ging und sich die Stränge um das "Große und Ganze" immer mehr verwoben, ging es diesmal um die Identität der Penelope Fittes, die es von den Agenten aufzulösen galt.
Das machten sie dann alle wieder in gewohnt toller Manier und Lockwood, Lucy, George, Kipps und Holly werden mir eindeutig fehlen. Oder gibt es etwa doch einen "Neuanfang"?
Ich denke hier hat Jonathan Stroud sich alle Türen offen gelassen und was passiert, passiert.



Ich bin allerdings mit dem Ende so zufrieden, dass es wegen mir auch bei den 5 Bänden bleiben könnte, damit sich die Reihe nicht irgendwann mal totläuft. Wenn nichts mehr neues kommt und die Geschichte sich im Kreis dreht. Das könnte hier durchaus geschehen.
Bei mir wäre dieser Punkt langsam erreicht gewesen.
Froh war ich jedoch auch, dass zunächst noch der Auftrag um die La Belle Dame Sans Merci eingefügt wurde, sonst wäre es in meinen Augen keine ordentliche Lockwood Geistergeschichte geworden.

Mein absoluter "Lieblingscharakter" war aber auch diesmal wieder das Geisterglas 😈 Seine Sprüche und die Dialoge mit Lucy begeistern mich von Band zu Band aufs Neue, auch wenn für mich eindeutig Parallelen zu Barthimäus da waren 😊 Und ich liebe Barthimäus ebenso (auch wenn ich bislang hier nur Band 1 gelesen habe). Hier hat mir allerdings das Ende so gar nicht gefallen, aber wer weiß wohin die Reise noch gehen wird!

Alles in allem wieder eine ganz toll erzählte Geschichte, die zu keiner Zeit langweilig wird.
Jonathan Stroud schreibt gewohnt flüssig und spannend. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie das Geheimnis um Penelope Fittes aufgelöst werden würde. Sehr gut gemacht und gar nicht vorhersehbar!
Das ist sowieso etwas das ich an Jonathan Stroud bewundere, dass seine Geschichten nicht wirklich vorhersehbar sind und einen bis zum Schluss bei Atem halten. Zumindest ging es mir so.

Daher gebe ich auch für diesen Band wieder 5 von 5 Sternen und freue mich über alles, was von diesem Autor noch kommen wird. Ich werde sämtliche seiner Bücher verschlingen (einschließlich der, die noch zu Hause auf mich warten 😊



Montag, 4. Dezember 2017

Beautiful Liars von Katharine McGee



Beautiful Liars, Katharine McGee
Ravensburger, 508 Seiten

Klappentext

Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.

Meine Meinung

Obwohl ich nicht auf Serien wie Pretty Little Liars und Co. stehe, hat mich dieses Buch sofort angesprochen und so musste ich es mir vom Geburtstagsgutschein sofort holen.
Und ich kann sofort sagen, ich habe es nicht bereut.

Die Dystopie beginnt indem wir die handelnden Charaktere sowie die Systematik des Towers in dem diese leben, nach und nach kennenlernen. Dies mutet zunächst etwas schleppend an, für mich war es jedoch wichtig, mir das höchste Gebäude der Welt (das Penthouse in dem Avery und Altlas mit ihrer Familie leben liegt 2,5 Meilen über der Erde = rd. 4 km) überhaupt vorstellen zu können. Und auch wenn wirklich alles in diesem Gebäude liegt, wie Einkaufsstraßen, die jeweiligen Highschools und sogar ein Park und Straßen nachgebildet wurden, sogar mit Bäumen und nicht nur einzelne Wohnungen, so gibt es doch das normale New York und die Welt noch außerhalb des Towers.
Für mich derzeit unvorstellbar, dass es ein solches Leben geben kann, auf meinem Pferdehof am Popo der Welt 😂
Hier kommen die unterschiedlichsten Schichten zusammen, Avery, Leda und Eris von ganz oben, Watt aus der Mitte und Rylin aus den untersten Etagen. Langsam fügen sich deren Leben und Geschichten zusammen und das was passiert, kann noch sehr spannend werden. Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen der 5 Hauptpersonen geschrieben, was anfangs etwas ungewöhnlich ist, jedoch wenn man sich erst an die Systematik gewöhnt hat nicht sonderlich schlimm, da die Kapitel nur recht kurz und übersichtlich sind. Zudem bekommen die 5 immer mehr miteinander zu tun, so dass die Handlung sich langsam aber sich zu einem Strang verwebt.
Und genau das macht die Handlung spannend und zum Ende des Buches hin kommt auch richtig Spannung auf so dass ich hoffe, dass es dann in Band 2 Schlag auf Schlag weitergehen wird, da sich die erklärenden Worte zum Tower und den Personen dann ja erübrigen.
Wird Avery doch noch glücklich werden? Bekommt Watt das Mädchen das er liebt? Und was wird aus Rylin und Cord? 
Der Cliffhanger zum Ende war zu erwarten aber ich bin jetzt so gespannt, wie die Intrigen und Heimlichkeiten zwischen den Towerbewohnern weitergehen.
Vielleicht schaue ich auch doch mal Pretty Little Liars.

Auf jeden Fall bekommt der Start der Trilogie von Katharine McGee von mir die volle Punktzahl von 5 💓

Samstag, 25. November 2017

Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher


Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher
dtv, 285 Seiten

Klappentext

Erfolgsautorin Barbara Sher befasst sich in ihrem neuen Buch mit dem Scanner; einem Menschentypus, für den die Welt ein großer Süßigkeitenladen ist, voller Verheißungen. 
Sein Problem ist nur: Zu welcher Süßigkeit soll er zuerst greifen? Doch Barbara Sher hat etliche ebenso ungewöhnliche wie lebenspraktische Ratschläge parat, wie Scanner aus ihrer Not eine Tugend machen können.

Meine Meinung

Das Buch von Barbara Sher wurde mit nach einem Bericht auf meinem anderen Blog empfohlen, wo es darum ging, ob man zu viele Hobbies haben kann.
Jahrelang habe ich mich ganz schrecklich gefühlt da ich immer dachte, ich hätte keine Selbstdisziplin. Ich habe angefangen Bücher zu schreiben, schon in ganz jungen Jahren, sie aber nie fertiggestellt oder veröffentlicht. Ich war intensiv Wrestling Fan und habe Meerschweinchen und Chinchillas gezüchtet, mich intensiv mit Nagetieren und Kleinsäugern beschäftigt und war sogar freie Autorin in diesem Bereich. Ich habe angefangen Französisch, Russisch und Italienisch zu lernen und nichts davon weiter verfolgt.
Ich sage mir immer, das ich dieses und jenes tun werde und kann mich bei meinen 1000 unterschiedlichen Interessen dann doch wieder nicht entscheiden und mache gar nichts oder irgendetwas das ich nicht wirklich tuen mag halbherzig und nachlässig.
Und dann war ich wieder total unzufrieden, dass ich einfach keine Selbstdisziplin habe mein Leben so in den Griff zu bekommen wie so viele andere Menschen um mich herum.

Bis jetzt.
Ich bin Scannerin. Oder besser noch, Sibyllinische Scannerin.
Scanner sind Vielbegabte Menschen. Vielinteressierte Menschen. Wir sind intelligent, können uns aber nicht für einen konkreten Lebensweg entscheiden.
Wir haben mehrere Interessensgebiete und springen von Blume zu Blume, immer auf dem Weg zu noch mehr Wissen.
Wir gehen nicht den klassischen Lebensweg Job, ein oder zwei Hobbies und Familie. 

Ich fand diese Tatsache jahrelang ganz schrecklich. Dachte ich wollte doch auch nur einen tollen Job, eine Familie und ein oder zwei Hobbies in denen ich zu Perfektion gelange und die mich mein Leben lang ausfüllen.
Aber ich bin so nicht und das ist auch gut so.

Wenn Du also auch das Gefühl hast 1000 Interessen zu verfolgen aber nichts wirklich auf die Kette zu bekommen, dann ist "Du musst dich nicht entscheiden wenn du tausend Träume hast", vielleicht auch das richtige Buch für Dich.
Mein Leben hat es auf jeden Fall verändert.

Barbara Sher beschreibt hier die unterschiedlichen Typen von Scannern und gibt praktische Tipps, wie jeder einzelne Scannertyp sein Leben in den Griff bekommen kann. Da ist für jeden etwas dabei, so wie ich sofort festgestellt habe, dass ich eine sybillinische Scannerin bin, da ich hier die meisten Übereinstimmungen hatte. Natürlich habe ich mich auch in anderen Scannertypen bei dem einen oder anderen Punkt wiedererkannt, aber so intensiv wie hier war es nirgendwo.
In meinem Job bin ich erfolgreich, aber in meinen privaten Interessen mangelt es mir an Zielstrebigkeit, so dass vieles unabgeschlossen bleibt.
Ich möchte so viele Dinge mit meiner jungen Stute machen, ihr so vieles beibringen, beim Wollen bleibt es dann aber auch meistens. Ich möchte meine nächsten Touren planen und meine bisherigen Touren in einem Scrapbook sammeln. Und überhaupt möchte ich viel mehr Blogbeiträge schreiben und dafür lesen, lesen, lesen. Und Französisch lernen nicht zu vergessen, das wollte ich ja auch endlich weiter fortführen.
Und durch Barbara Sher habe ich gelernt, Strukturen zu setzen, meinen vielen Interessen eine Richtung zu geben. Und es wirkt, es läuft an, ich fühle mich weitaus positiver.

Aber am meisten hat mir geholfen zu realisieren, dass es mehr Menschen gibt wie mich und das wir etwas Besonderes sind und eben keine undisziplinierten Spinner die es zu nichts bringen werden ich ihrem Leben.
Ich habe schon so viel erreicht und werde noch viel mehr erreichen wenn ich es einfach gezielter und Strukturierter angehe. Dabei hat mir dieses Buch bereits ein großes Stück geholfen.

Ich bin Scannerin und das ist völlig toll so. Ich möchte gar nicht anders sein.

Und für die Tatsache, dass ich seit der Lektüre dieses Buches so gelassen bin, gebe ich volle 5 Sterne.