Sonntag, 2. Oktober 2016

Lesemonat September 2016

So viel hatte ich mir für diesen Blog hier vorgenommen und dann hat die Zeit mich einfach so verlassen :-(

Jetzt geht es aber hoffentlich wie geplant weiter und das heute mit meinem Lesemonat für den September 2016.
Lese ich normalerweise so um die 10-11 Bücher pro Monat, sind es im September leider nur 5 geworden und in den Monaten davor noch viel weniger. Zur Zeit horte ich also mehr neue Bücher als das ich sie auch lese, was mich allerdings nicht wirklich stört. Ich mag meinen großen SUB, der derzeit aus ca. 400 Büchern besteht. Insgesamt besitze ich um die 1300 Bücher, dabei allerdings auch viele Sachbücher und Bildbände da ich einige Themen interessant finde (Pferde, Tiere, Schlösser und Burgen, Reiseführer etc.).

Jetzt aber mal zu dem was ich letzten Monat gelesen habe:


Anne Freytag, Mein bester letzter Sommer, Verlag heyne fliegt, 365 Seiten

Inhalt (Klappentext):

Tessa hat immer gewartet: auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, sie hätte noch Zeit. Doch die hat sie nicht. Tessa wird sterben und das schon sehr bald. Sie ist fassungslos, wütend und verzwiefelt - bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der sie und ihre Fassade durchschaut, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr zur Seite steht. Er überrascht Tessa mit einem großartigen Plan und schenkt ihr einen letzten Sommer. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind.

Meine Meinung:

Länger habe ich mich gegen dieses Buch ein wenig gesträubt. Ich liebe Roadtrips, aber ich kann eher weniger gut mit dem Thema Tod umgehen. Und ich finde den wenigsten Autorin gelingt es, dieses Thema gut lesbar umzusetzen, ohne auf die große Tränendrüse zu drücken.
Anne Freytag ist eine von Ihnen!
Ja, das Thema Tod überschattet natürlich das gesamte Buch, denn, Tessa wird sterben, ein Wunder wird es nicht geben (und das wäre auch einfach zu kitschig gewesen).
Und so verfolgen wir wie Tessa und Oskar, den sie bei einem Familienessen gerade erst kennengelernt hat und den sie auch gar nicht an sich ran lassen wollte, mit dem Thema des nahenden Todes von Tessa umgehen.
Eine Fahrt nach Italien soll es werden, die letzten Tage einfach noch mal leben. Anders als ihr Vater dies wünscht, der sich extra frei genommen hat und beruflich kürzer treten möchte, um seine Tochter auf den letzten Tagen zu begleiten. Zuhause, in ihrem Zimmer, ohne die Dinge zu erleben, die Tessa unbedingt erleben möchte als sie dachte, sie habe noch Zeit. Später eben, irgendwann mal.
Ein kurzweiliges Buch, eine schöne Fahrt, ein Roadtrip den man auch selber gerne erleben würde. Aber natürlich auch die Schattenseiten der Krankheit und Tessas Unsicherheit Oskar gegenüber. Und ein Oskar der weiß, dass das Mädchen das er liebt und das er gerade erst kennengelernt hat, keine gemeinsame Zukunft mit ihm haben wird.
Für ihn fand ich es besonders schwer und ich habe häufig mit ihm gelitten. 
Natürlich auch mit Tessa, die immer mehr und mehr merkt, was sie im Leben alles verpassen wird und was sie in den letzten 17 Jahren verpasst hat. Das sie mehr hätte Leben sollen und weniger lernen.

Anne Freytag überzeugt mit ihrem tollen Schreibstil und Feingefühl. Die Geschichte ist warmherzig und Stellenweise lustig, dabei kein bißchen kitschig und rührseelig. Und dennoch musste auch ich auf den letzten Seiten das eine oder andere Tränchen verdrücken.

Ich bin froh, dieses tolle Buch gelesen zu haben und kann es nur jedem ans Herz legen.

5/5 Sternen

Paris, du und ich, Adriana Popescu, cbj Verlag, 348 Seiten

Inhalt (Klappentext):

 Romantik pur hatte die sechzehnjährige Emma geplant - eine Woche Paris bei ihrem cheri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss sie feststellen, dass Alains Emma inzwischen Chloe heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhanden gekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafes au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und sie nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art.

Meine Meinung:

Zu diesem Buch wird es in den nächsten Tagen eine eigene Rezension geben. Adriana Popescu ist eine meiner Autobuy Autorinnen und das aus gutem Grund :-)

5/5 Sternen

Samantha Young, Hero-Ein Mann zum Verlieben, Ullstein Verlag, 458 Seiten

Inhalt (Klappentext):

Für Alexa Holland war ihr Vater ein Held. Bis zu dem Tag, als sie hinter sein bitteres Geheimnis kam. Seitdem glaubt sie nicht mehr an Helden. Doch dann trifft sie den Mann, dessen Familie er zerstört hat. Caine Carraway ist gutaussehend, erfolgreich und will von Alexas Entschuldigungen nichts wissen. Nur aus Pflichtgefühl läßt er sich überreden, sie als seine Assistentin einzustellen. Er macht ihr den Job zur Hölle und hofft, dass sie schnell wieder kündigt. Doch da hat er sich geirrt, denn Alexa ist nicht nur smart und witzig, sie läßt aich auch nicht von ihm einschüchtern. Caine ist tief beeindruckt und will nur noch eins: in Alexas Nähe sein. Auch wenn er tief in seinem Herzen weiß, dass er niemals der Mann sein kann, nach dem Alexa sucht. Denn auch er hat ein Geheimnis.

Meine Meinung:

Ich mag den Schreibstil und die Geschichten von Samantha Young wahnsinnig gerne und wurde auch diesmal nicht enttäuscht.
Allerdings handelt es sich bei diesem Buch um die drölfzigste Version von "Laß uns zusammen Spaß und regelmäßig Sex haben, aber eine Beziehung schmink Dir bitte ab".
Wäre es nicht Samatha Young, ihr kurzweiliger Schreibstil und die sympathischen Charaktäre, ich hätte das Buch wahrscheinlich nicht beendet.
So habe ich das, ich war auch recht schnell durch und zu keiner Zeit gelangweilt, kann mich aber auch schon zwei Wochen nach dem Lesen an Einzelheiten nicht mehr erinnern.
Eine wirklich nette und kurzweilige Lektüre für Nebenbei, für alle Fans von Samantha Young und solche, die gut geschriebene Liebesromane ohne Tiefgang favorisieren.

3,5 von 5 Sternen 

Colleen Hoover, Zurück ins Leben geliebt, dtv Verlag, 356 Seiten

Inhalt (Klappentext):

Keine Gefühle - das verordnen sich Miles und Tate zu Beginn ihrer Beziehung. Doch das ist riskant, wenn unter der Oberfläche so viel verborgenes brodelt.

Meine Meinung:

Und sofort nach Hero die Drölfzigtausend und einste Version von "Laß uns zusammen....", ihr wisst was ich schreiben mag. Aber es ist Colleen Hoover und ich liiiiiiiieeeeebe Colleen Hoover (jetzt von "Weil wir uns lieben", das reine Geldverschwendung war einmal abgesehen), von daher musste dieses Buch sofort folgen nachdem es im Brifkasten lag.
Und ich wurde, auch wenn es die gleiche Grundthematik war, absolut nicht enttäuscht.
Colleen Hoover hat eine ganz feine Art ihre Charaktäre zu etwas Besonderem zu machen und uns ihre Gefühle und Emotionen näherzubringen.
So war auch von Anfang an klar, dass Miles etwas erlebt haben muss das so intensiv war, dass er einfach nicht mehr lieben möchte. Auch wenn man sofort spürt, dass er mehr für Tate empfindet als er sich selber eingestehen mag.
Und auch Tate redet sich ein, dass sie einfach zu viel mit Job und Studium beschäftigt ist um sich auf eine ernsthafte Beziehung einzulassen. Da kommt ihr das Angebot von Pilot Miles, guten Sex zu haben wenn er in der Stadt ist, gerade recht.
Denken sie.
Ich mochte auch diese Story von Colleen Hoover und habe Tate und Miles schnell in mein kleines Leserherz geschlossen. Und sämtliche Seiten mit ihnen mitgefiebert ob sie sich den wirklich bekommen ;-)
Gewohnt gute Unterhaltung dieser tollen Autorin.

4,5/5 Sternen

Simona Ahrnstedt, Die Erbin, Egmont Lyx Verlag, 604 Seiten

Inhalt (Klappentext)

Sie ist die Erbin einer großen schwedischen Familiendynastie. Er ein Emporkömmling aus der Arbeiterschicht.
Sie kämpft um die Anerkennung Ihres Vaters. Er hat nur ein einzuges Ziel: Ihre Familie zu zerstören.
Sein Plan ist, sie auf seine Seite zu ziehen. Aber ihre Loyalität ist unantastbar.
In einer Welt in der nichts zählt außer Macht, Geld und Status, treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Und deren Liebe unmöglich ist.
Doch eine einzige Nacht lang sind sie keine Rivalen. Eine einzige Nacht lang sind sie eine Frau und ein Mann, die all das vergessen, was zwischen ihnen steht. Und in dieser einen Nacht, wird sich ihr Leben für immer verändern.

Meine Meinung:

Besonders auf Booktube hatte ich nur positive Stimmen über die Erbin gehört, so dass ich mir das Buch im September endlich kaufen musste.
Allerdings fragte ich mich die ersten knapp 150 Seiten was denn so besonders an Natalia de la Grip und David Hammar sein sollte, was so viele Leser gefesselt hat.
Besonders deren erste Nacht, die so außergewöhnlich gut gewesen sein sollte, fand ich schon beim lesen zum Gähnen. Supersex mit gezogener Reißleine, na wem es gefällt :-)
Und auch Natalias beste Freundin Asa konnte ich sofort und unumstößlich über die gesamten 604 Seiten nicht leiden. So eine überhebliche und egoistische Person, nein Danke :-)
Aber abgesehen davon wurde schnell klar, dass die graue kleine, dafür aber sehr intelligente Finanzmaus Natalia de la Grip, doch Mumm in den Knochen hat. Leise, aber dennoch. Das machte sie sofort zu einer Sympathieträgerin.
Und auch die Rachegedanken von David Hammar konnte ich absolut nachvollziehen und als menschlich einstufen. Natalias Vater, Gustav de la Grip, ist aber auch ein snobistischer Wiederling und auch dessen Frau Ebba und Louise, die Frau von Natalias Bruder Peter, wenig sympathisch. Bei diesen Menschen hätte auch ich Lust verspürt ihnen maj gehörig eine Abreibung zu verpassen, alleine schon aufgrund der Tatsache wie sie die loyale Natalia behandeln.
Irgendwann nahm auch die Handlung an Fahrt auf (auch wenn sie immer mal wieder eine Talsohle erreichte) und ich konnte dieses Buch flüssig und recht zügig lesen. Es hätte ihm allerdings auch nicht geschadet wenn die ersten 150 Seiten knackiger geschrieben wären und das gesamte Buch ca. 150 - 200 Seiten dünner. Das hätte der Story sicherlich keinen Abbruch getan.
Das es mich zwar gut unterhalten, in keinster Weise aber vom Hocker gerissen hat, gebe ich leider nur

3/5 Sternen

(und glaube auch nicht, dass ich die Story von Alexander de la Grip und Isobel lesen werde, dafür gibt es einfach zu viele bessere Bücher auf dieser Welt welche ich unbedingt lesen möchte. Vielleicht irgendwann mal wenn es die Bänder günstig bei Rebuy gibt)