Sonntag, 15. Oktober 2017

Das Fundament der Ewigkeit von Ken Follett


Das Fundament der Ewigkeit, Ken Follett
Lübbe, 1156 Seiten

Klappentext

1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle.

Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen....


Meine Meinung

Nach Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt der dritte Roman von Ken Follett aus der fiktiven Stadt Kingsbridge in England.
Ich lese nicht sehr viele historische Romane, da ich mich in der Hinsicht nicht sehr Geschichtsorientiert halte. Es sei denn ihr Autor ist Ken Follett, dann verschlinge ich diese geradezu :-) Daher freue ich mich, dass ich vom Verlag ein Rezensionsexemplar erhalten durfte.
Der Autor hat einen flüssigen und gut lesbaren Schreibstil der dafür sorgt, dass einem auch auf über 1100 Seite keine Minute langweilig wird. So ist für mich Geschichtswissen locker und leicht verpackt und macht Spaß, auch wenn sie unbestreitbar ihre Längen hat.

Zunächst lernen wir Ned und Margery und deren Familien kennen, schnell kommen jedoch nach und nach noch andere Charaktere in unterschiedlichen Städten und Ländern hinzu, die sich irgendwann miteinander verbinden.
In erster Linie geht es um den Glauben, Katholiken vs. Protestanten, ein Glaubenskrieg den wir uns heute einerseits gar nicht mehr vorstellen können, der andererseits aber auch wieder so nah ist wie lange nicht mehr.
Und Ned, der quasi mithilft so etwas wie den ersten Geheimdienst der Welt aufzubauen.

Mein persönlicher Lieblingscharakter ist jedoch die Protestantin Sylvie, der übel mitgespielt wird und die ich für ihren Mut bewundere, etwas, das für die Frauen in der Zeit sicher etwas eher ungewöhnliches war. 
Leider kennt Ken Follett aber auch nur schwarz und weiß, ich hätte mir gewünscht, dass einige seiner Charaktere eine, zumindest kleine, Wandlung vollziehen und ich überrascht werde. Auf diese habe ich jedoch die ganze Zeit gewartet. Die Handlung blieb daher weitestgehend vorhersehbar und hatte keinen Aha-Moment für mich. Diesen erwarte ich bei seinen historischen Romanen allerdings auch nicht wirklich.

Daher, so flüssig Ken Follett schreibt und so viel Spaß es auch macht von ihm Geschichtswissen in einer guten Story aufbereitet zu bekommen, Spannung mag in Das Fundament der Ewigkeit leider so gar keine aufkommen. Die Geschichte plätschert eher vor sich her, das aber so gut, dass ich zu keiner Zeit Lust hatte das Buch aus der Hand zu legen. Die Seiten flogen für solch einen "dicken Schinken" quasi dahin. Und das mag ich an Ken Follett so. Und das muss ein Autor erst mal schaffen!

Daher gebe ich insgesamt 4 von 5 Sternen für gewohnt gute Unterhaltung.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Mein Buchmonat September 2017

Der September sollte ein ganz toller Lesemonat werden und dann kam ich doch wieder zu fast gar nichts :-(
Mehr noch, der September ist der schlechteste Lesemonat seit Beginn meiner Aufzeichnungen geworden (2008). Las ich früher rund 10 Bücher pro Monat, sind Monate mit 4-5 Büchern schon schlecht.
Im September 2017 habe ich dagegen sage und schreibe 2 Bücher beendet :-( ZWEI :-(
Und das lag nicht etwa daran, dass ich eine Leseflaute gehabt hätte, ich hatte schlicht und einfach keine Zeit zu lesen und war abends zu müde um mehr als ein paar wenige Zeilen aufzunehmen. Für mich ein ganz schlimmer Zustand, schlimmer als jede Leseflaute (die ich so auch nicht kenne).

Dementsprechend gab es diesen Monat auch fast keine Neuzugänge, was meinen SUB natürlich freut.
Ich war auf einem Seminar in Münster und habe bei meiner Besichtigung der Stadt natürlich auch vor einer Buchhandlung nicht halt machen können.
Mit an die Kasse kam mein erster Fitzek, aber bei dem Preis für ein Hardcover konnte ich einfach nicht nein sagen.


Ebenfalls eingezogen ist ein Buch über das ich mich sehr gefreut habe, auch wenn ich fast befürchte, dass ich durch die über 1000 Seiten im Oktober nur ein Buch lesen werde ;-)
Die Rede ist vom neuen Roman von Ken Follett.


Zudem hat Bastei Lübbe mir ebenfalls die Autorenzeitung zu Ken Follett zugesandt. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Ebenfalls gefreut habe ich mich über ein Buch das ich ebenfalls ganz schnell lesen möchte und schon wirklich gespannt bin ob ich es im Rahmen meiner Diät umsetzen kann, will und werde.
Die Rede ist vom Buch von Anastasia Zampounidis, die wir alle von MTV kennen dürften und die mittlerweile ein Zuckerfreies Leben führt.


Und last but not least hatte ich günstig die Gelegenheit, meine Skulduggery Pleasant Sammlung zu erweitern um Band 4. Ich habe zwar erst den ersten Band gelesen, weiß aber, dass ich die Reihe auf jeden Fall fortführen möchte.


Gelesen habe ich in diesem Monat wie gesagt lediglich zwei Bücher, zu denen bereits eine Rezension auf dem Blog online ist. Die Rede ist von Herbstzauber in Briar Creek von Olivia Miles und Die Schlange von Essex von Sarah Perry.




Ich hoffe wirklich, wirklich, dass der nächste Monat wieder etwas besser für mich läuft, habe aufgrund der Dicke des Follett hier jedoch wenig Hoffnung leider :-( Mal sehen ob ich in meinem nahenden Urlaub etwas abschalten kann.

Freitag, 29. September 2017

Gelesen: Die Schlange von Essex von Sarah Perry



Die Schlange von Essex, Sarah Perry
Eichborn, 487 Seiten

Klappentext

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.

Meine Meinung

Danke an Bastei Lübbe, dass ich dieses Buch haben durfte :-)
Als ich den Klappentext las war ich sofort begeistert, liebe ich doch seit der Schulzeit Shakespears "The taming of a Shrew", Der Widerspenstigen Zähmung.
Und auch sonst Bücher in denen die Helding und der Held sich ordentlich fetzen, am besten auf eine hurmorvolle, sarkastische Art.
Daher war nach dem Klappentext schnell klar, "Die Schlange von Essex" musste ich lesen, auch wenn ich mich außer bei Ken Follett, selten an historische Romane wage.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich das Buch dann wirklich in Händen halten durfte.

Leider, leider kam die Ernüchterung für mich dann ziemlich schnell, handelt es sich bei "Die Schlange von Essex" doch nicht um den vorn mir erwarteten humorvollen historischen Roman, sondern wirklich um Literatur.
Die ersten Seiten waren für mich, die ich seit Abschluss des Abiturs im Jahr 1991 eigentlich nur noch "leichte Kost" lese, sehr schwer zu verdauen. Ich schwankte zwischen Abbrechen und einem anderen Blogger geben und mich durchzubeißen und habe mich für Letzteres entschieden. 
Mit den Seiten wurde es dann auch einfacher für mich, doch die erwartete Lektüre habe ich mit Die Schlange von Essex leider nicht erhalten.
Cora Seaborne geht nach dem Tod ihres Mannes nach Essex und lernt den Pfarrer Will Ransome und dessen Frau Stella kennen. Im Örtchen Aldwinter geht seit Jahren die Legende der Schlange von Essex herum, einem riesigen Monster aus der See, die, wie es in früheren Zeiten oftmals war, für alles verantwortlich gemacht wird, was im Örtchen passiert.
In meinen Augen ist das nicht viel. Ich kann jetzt natürlich leider auch nicht schreiben was ich alles mitgenommen habe, denn das würde zu sehr spoilern.
Allerdings muss ich sagen, dass es diese von mir heiß ersehnte Auseinandersetzung zwischen Cora und Will, leider nicht gibt :-( 
Und ich muss es zugeben, ich habe die Handlung, den Sinn und Zweck der Geschichte, leider nicht verstanden. Ich habe gelesen was passiert oder nicht passiert, aber den Sinn darin nicht gefunden :-(
Allerdings denke ich, es lag an mir. Vielleicht war ich nicht frei genug für die Geschichte, da ich ganz etwas anderes erwartet und mich darauf gefreut hatte. Das mag sein.
Jedenfalls gibt der Klappentext die Geschichte für mich leider nicht wieder. Und ich bleibe beim Mainstream.

Da ich die Geschichte zwar gelesen, aber nicht "verstanden" habe, kann ich natürlich keine Rezension im eigentlichen Sinne schreiben oder gar eine Punktebewertung vergeben. Das wäre unfair und das bin ich nicht. Das Buch wird nicht umsonst den Britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres 2017 erhalten haben!
Es wird Menschen geben, die Affiner sind als ich. Das Wort "Intelligenter" nutze ich bewusst nicht, da ich nicht weiß woran es lag, dass ich die Geschichte nicht verstehen und interpretieren konnte. Die Handlung für mich keinen klaren Sinn ergab, außer einem eher oberflächlichen. Ich vermute jedoch mehr dahinter. Aber ich habe mal wieder Interessen ausgelotet und dafür bin ich Sarah Perry dankbar :-)



Sonntag, 24. September 2017

Herbstzauber in Briar Creek von Olivia Miles



Herbstzauber in Briar Creek, Olivia Miles
Lyx, 367 Seiten

Klappentext

Jane kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr Exmann die Frau heiraten will, die Grund für ihre Scheidung war, nun erwarten die beiden auch noch ein Kind! Janes Welt steht endgültig Kopf, als sie plötzlich Henry Birch gegenübersteht und spürt, dass er ihr Herz nach all den Jahren immer noch zum Rasen bringt. Doch Henry ist der beste Freund ihres Exmanns. Kann es Jane wirklich wagen, auf ihr Herz zu hören?

Meine Meinung

Ich mag den Schreibstil von Olivia Miles sehr gerne und da gerade auch bei uns der Herbst Einzug hält, kam diese Lektüre gerade passend.
Im dritten band der Reihe aus der Kleinstadt Briar Creek in Vermont, geht es um Jane, die dritte Schwester im Bunde, die gerade die bittere Trennung von ihrem Mann Adam durchlebt hat, der wir ja auch bereits seit Band 1 folgen dürfen.
Das Adam die Ehe der beiden nicht sehr ernst genommen hat, das war bislang immer zu merken, aber jetzt kommt es für Jane ganz dicke. Nicht nur, dass er seine neue Freundin Kristy heiraten will, die beiden bekommen auch noch ein gemeinsames Kind!

Jane kann einem auch in diesem Band zunächst einfach nur leid tun. Nicht nur, dass ihr Traum des glücklichen Familienlebens platzt und sie lernen muss auf eigenen Füßen zu stehen, nein, jetzt scheint ihr verlogener Exmann auch noch alles zu bekommen was sie immer haben wollte.
Und dann erscheint Henry Birch wieder in Briar Creek, ein langjähriger Freund, aber eben auch der beste Freund von Adam, den es seit der Hochzeit der beiden nicht mehr in seinen Heimatort verschlagen hat. Henry ist Reiseautor und kommt in der ganzen Welt rum. Dazu hatte er einen guten Grund, seiner Vergangenheit den Rücken zu kehren, war seine kürzlich verstorbene Mutter doch die Alkoholikerin des kleinen Städtchens und damit Stadtgespräch in Briar Creek.
Schon immer mochte Henry Jane sehr gerne und am liebsten hätte er damals deren Hochzeit verhindert, dies jedoch gelassen. Jetzt schwankt er zwischen seinen Gefühlen für Jane und der Loyalität gegenüber seinem besten Freund Adam und dessen Familie, da die Mutter seines Freundes ihn und seine Schwester Ivy häufig vor deren Mutter beschützt hatte und den Zwillingen immer eine Zuflucht geboten.

Jane und ihre Tochter Sophie mochte ich schon seit dem ersten besuch in Briar Creek. Auch in diesem Band wurde sie mir noch sympathischer, konnte ich als alleinerziehende Mutter doch in gewisser Weise mit ihr mitfühlen. Und auch diesmal zeigt ihr Exmann sich wieder von seiner besten Seite.
Auch Henry ist ein Charakter den man mögen muss, hat doch auch er in seiner Kindheit viel erlebt und seinen eigenen kleinen Kampf mit dem Heimatort auszufechten. Schon seit Jahren hegt er Gefühle für Jane, traut diesen jedoch nicht.

Olivia Miles schafft es erneut mich in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Das Städtchen Briar Creek macht Lust auf mehr und lässt mich wünschen selber in ihm zu leben und auch die Bewohner des Ortes werden freundlich gezeichnet. Habe ich nicht erwähnt, dass ich schon seit Jahren auf die Gilmore Girls stehe? Und so stelle ich mir Briar Creek genau so schön und heimelig vor wie Stars Hollow.
Ihre Geschichten haben in meinen Augen mehr Substanz als z.B. die Lost in Love Reihe von Marie Force in der vergleichsweise weniger passiert und sind nicht so schrecklich patriotisch wie die Virgin River Reihe von Robyn Carr.
Beide Reihen liebe ich, aber die Briar Creek Reihe hat einen besonderen Platz in meinem Kleinstadtherzen eingenommen und ist mittlerweile mein Favorit.

Für gewohnt sehr gute Unterhaltung gebe ich volle Punktzahl, 5/5




Montag, 4. September 2017

Sommerzauber wider Willen von Sarah Morgan



Sommerzauber wider Willen, Sarah Morgan,
Mira Taschenbuch, 353 Seiten

Klappentext

Stippvisite in Snow Crystal? Lieber würde Sean O’Neil sich freiwillig selbst den Blinddarm rausnehmen! Keine zehn Pferde bringen den ehrgeizigen Chirurgen normalerweise in die Einöde in den Bergen. Doch wegen eines Notfalls hat er zugestimmt, im Hotel seiner Familie mit anzupacken. Dort erwarten ihn jede Menge Erinnerungen … und die französische Küchenchefin Élise Philippe. Ihre Lippen sind noch immer so süß und zart wie Mousse au Chocolat. Aber das heißt nicht, dass sich wiederholen wird, was letzten Sommer zwischen ihnen war. Denn eines will Sean auf keinen Fall: sich einfangen lassen und in der Wildnis versauern. Auch wenn Élises Küsse noch so verführerisch nach Crème Brulée schmecken.

Meine Meinung

Den ersten Band der Trilogie um das Bergdörfchen Snow Crystal in Vermont, habe ich vor einigen Jahren gelesen und dann, aus welchem Grund auch immer, erst mal nicht mit der Reihe weitergemacht.
Jetzt, da ich diese Form der Liebesromane wieder für mich entdeckt habe, lese ich natürlich auch wieder die Bücher von Sarah Morgan und kam sehr schnell wieder in die Handlung herein.
Ging es im ersten Band um Seans Zwillingsbruder Jackson, der das Hotel seiner Familie vor dem Ruin retten sollte, ist diesmal der Arzt Sean dran, der seit Jahren nur für seine Karriere als Orthopädischer Chirurg lebt und nicht mehr viel für seinen Heimatort in den Bergen übrig hat. Er hat sich ein gutes Leben aufgebaut in dem die Arbeit dominiert und so kommt er selten nach Hause in den Schoß der Familie.
Anders Elise, die, aus dem fernen Paris kommend, in Snow Crystal und in der Familie ein neues Zuhause gefunden hat. Sie arbeitet als Köchin im Restaurant des Resorts.
Als Großvater Walter mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus kommt, muss Sean notgedrungen nach Hause kommen und sieht hier Elise wieder, mit der er im Jahr zuvor eine leidenschaftliche Nacht verbrachte.
Beide sind sich einig gewesen, Beziehungen wollen sie in ihrem Leben nicht haben, aus dem einen oder anderen Grund. Daher war auch von Anfang an klar, dass es bei dieser einen Nacht bleiben sollte.
Schnell merken die beiden jedoch, dass die Anziehungskraft vom Vorjahr immer noch zwischen ihnen ist.

Sean ist ein sympathischer Workaholic. Er genießt Frauen, ist jedoch immer ehrlich zu ihnen und geht offen damit um, dass die Arbeit für ihn an erster Stelle steht und er keine Beziehung haben möchte.
Anders Elise, die aufgrund einer schlechten Erfahrung in der Vergangenheit aus Paris geflüchtet ist und der Beziehungswelt abgeschworen hat. Ein One-Night-Stand gerne, aber bitte keine Gefühle. Auch wenn die Anziehungskraft zwischen ihnen auf Gegenseitigkeit beruht.
Beide müssen zunächst mit den Schatten der Vergangenheit abschließen - Sean mit der Tatsache weshalb er seiner Familie den Rücken gekehrt hat und Elise mit einer zerstörerischen Liebe, um vielleicht zusammenfinden zu können, auch wenn sie das natürlich gar nicht wollen.

Mit Sean bin ich schnell warm geworden, er ist sympathisch, ehrlich und zielstrebig, ganz so wie ich es an einem Menschen mag.
Anders so bei Elise, die ich als sehr unterschwellig-zickig empfand und teilweise den Grund für ihre Haltung erst suchen musste. Denn auch wenn sie sehr loyal gegenüber der Familie und den Menschen ist die sie liebt, eine Eigenschaft die ich auch sehr mag, blieb sie mir verschlossen. Ich mochte sie als Person leider nicht wirklich, was sehr schade ist.
Diese Tatsache verleidete mir dann leider auch ein wenig die Geschichte, da außer der Beziehung der beiden nicht wirklich viel passiert. Es geht zwar auch um die Probleme zwischen Sean und seinem Großvater, doch nimmt 80 % des Buches sicher das Geschehen zwischen Elise und Sean ein, welche hauptsächlich reden.
Wer also eine spannende Handlung erwartet der ist, wie bei den meisten Romanen in diesem Genre, fehl am Platz. Doch auch das wirklich große Drama zwischen unseren Protagonisten gibt es nicht.

Jetzt bin ich gespannt auf den letzten Band über Tyler und Brenna, über welche bereits in den ersten beiden Bänden geschrieben wurde, wie verliebt Brenna seit ewigen Zeiten in Tyler ist. Dieses Buch hebe ich mir jedoch für meinen Weihnachtssub auf, mit dessen "Abarbeitung" ich im November beginnen werde um so richtig in Winter- und Weihnachtsstimmung zu kommen :-)

Sommerzauber wider Willen kann ich leider nur 2,5 von 5 Punkten geben, da die Geschichte für mich ganz schrecklich vor sich hin plätscherte und mich nicht mitreißen konnte und ich zudem die Hauptprotagonistin nicht wirklich mochte.
Schade, da ich den Schreibstil von Sarah Morgan eigentlich mag.

Samstag, 2. September 2017

Let´s talk about Hygge

HYGGE, lange war das Wort in aller Munde. Ein Däne namens Meik Wiking hatte ein Buch darüber geschrieben, weshalb die Dänen glücklicher sind als alle anderen Menschen in Europa. Einige Booktuber hatten das entsprechende Buch in die Kamera gehalten und jetzt, wo es langsam wieder Winter wird, wollte auch ich einmal wissen, was dieser Meik Wiking da so weltveränderndes herausgefunden hat, wie wir glücklicher werden können, more hyggeligt.

Ich habe mir die englische Ausgabe des Buches gekauft, nämlich


und war schon ziemlich geflasht von der Aufmachung, das muss ich zugeben. Ein wirklich schönes Buch, dass ich mir tatsächlich mit der Front nach vorne ins Regal gestellt habe.

Gelesen waren die 285 Seiten dann allerdings sehr schnell, den schnell habe ich festgestellt, dass ich sehr wohl bereits seit Jahren weiß, was Hygge ist. Wissen, ja, aber eben nicht umsetzen! Das ist der Unterschied.
Hygge ist Gemütlichkeit.
Das richtige Licht ist hyggeligt.
Kerzen sind hyggeligt.
Eine gemütliches Zuhause mit Decke, Kissen und Kuschelecken ist hyggeligt.
Eine gute Zeit mit Freunden verbringen ist hyggeligt.
Gutes Essen, vor allen Dingen in Kuchenform mit ganz viel Zucker, ist hygge-hyggeligt.

Wissen wir das denn alles nicht? Spätestens nachdem wir uns an einem ungemütlichen Winterabend in unsere Couch gekuschelt haben und eine Serie durchgesuchtet oder ein Buch gelesen (schließlich sind wir deswegen ja hier, wir sind Bücherwürmer).
Bücher sind übrigens auch hyggeligt!!!! Wir haben also das perfekte Zuhause wenn mindestens ein Bücherregal in ihm steht. Na ja, zumindest einen bedeutenden Teil der zu einem gemütlichen Zuhause gehören kann.

Ich habe nichts neues gelernt, aber ich habe mich wohlgefühlt. Ich habe mir in Erinnerung gerufen, dass ich sehr wohl weiß, was ein Leben ist in dem Hygge eine große Rolle spielt. Ich habe lediglich andere Prioritäten gesetzt (von großen Reisen geträumt, von Luxusgegenständen die ich mir nicht leisten kann) und dem hinterhergetrauert, was ich nicht haben kann. Zumindest nicht die nächsten Jahre und nicht ohne aktiver zu werden.
The Best Things in Life are free. 
Ich denke das stimmt bedingt. Sich Zuhause einzukuscheln kostet nicht viel. Viel Zeit im Freien zu verbringen auch nicht. Man muss nicht groß auffahren, um sich alleine und mit anderen wohl zu fühlen. Ein einfacher Spaziergang im Wald kann so befreiend sein, eine Geschichte vom Flohmarkt das eigene Leben bereichern. Nachhaltig. Wir müssen es nur sehen. Wir müssen es zulassen!

Auch ich bin heute wieder dem Konsumwahn verfallen und mit meiner Tochter durch die Geschäfte in Köln gerannt. Notwendigkeiten und ein paar Nettigkeiten sind in die Tüten gewandert. Mal wieder. Manchmal einfach zu oft. Viele Dinge brauchen wir gar nicht.
Für mich war diesmal nicht wirklich etwas dabei, aber ich habe mir einen Kuschelschlafanzug gekauft. Wirklich extrem flauschig und mit einem Einhorn :-)
Und mit diesem sitze ich jetzt hier am Laptop und schaue nebenbei Nashville. Neben mir steht eine Tasse mit leckerem Chai Latte Vanille-Zimt (meine Obsession, ich sag es Euch) und in der Ecke flackern zwei Duftlampen mit Yankee Candle Tarts. Ich sitze auf unserer Kuschelcouch mit Decken und Kissen. Draussen wird es gerade dunkel und es ist nebelig.
Der Inbegriff von Hygge. Und ich liebe es.
Leider gönne ich mir diese Momente einfach viel zu selten.
Vielleicht sollten wir es öfter machen wie die Dänen. Besonders die Tatsache, dass Eltern um 16 Uhr von der Arbeit abhauen dürfen gefällt mir, jeden Tag. Damit sie Zeit mit ihrer Familie verbringen können. Und mit dem was sie lieben, neben ihrem Job.

Gleich, wenn die Folge vorbei ist, werde ich mich zurücklehnen und wieder einkuscheln, das Wetter ist gerade wie geschaffen dafür und die Katzen und der Hund werden es lieben ausgiebig mit mir zu kuscheln, während ich in Snow Crystal versinke.

Ja, ich liebe es Hygge!!! 


Samstag, 26. August 2017

Zuhause in Virgin River von Robyn Carr


Zuhause in Virgin River, Robyn Carr
Mira Taschenbuch, 305 Seiten

Klappentext

Vielleicht hat er es doch nicht so schlecht getroffen!
Das ist der erste Gedanke, der Connor Danson bei seiner Ankunft in Virgin River durch den Kopf geht. Als Augenzeuge in einem Mordfall muss er untertauchen, bis der Prozess in seiner Heimatstadt vorüber ist. Und dieses kleine Idyll inmitten der Berge scheint wie dafür gemacht. Die Gastfreundschaft der Dorfbewohner lässt ihn schnell vergessen, dass er hier kein Zuhause sucht. Vor allem Leslie Petruso weckt längst verloren geglaubte Gefühle in ihm. Denn nachdem er von den Affären seiner Ehefrau erfahren hatte, verschloss er sein Herz für immer. Aber ein Blick in Leslies funkelnde Augen lässt ihn wünschen, er würde sich trauen, wieder zu lieben...

Meine Meinung

Ich habe die Virgin River Reihe immer gerne gelesen, da ich das Kleinstadtfeeling und die Hilfsbereitschaft unter den dort lebenden Menschen so sehr mochte. Doch irgendwann änderte sich mein Lesegeschmack und ich brauchte 2-3 Jahre Pause.
Jetzt habe ich das Kleinstadtfeeling wieder für mich entdeckt und was liegt da näher, als mit der Virgin River Reihe fortzufahren.
Zuhause in Virgin River ist bereits der 15. Band der Reihe (ich rechne hierbei die nur für den Kindle erschienenen Kurzgeschichten nicht mit, da ich keine E-Books lese).
Obwohl ein paar Jahre vergangen sind, kam ich wieder gut in die kleine Welt hinein und kannte auch noch alle handelnden Personen und deren Geschichten. Ein Zeichen dafür, dass Robyn Carr mich mit ihren Geschichten immer fesseln konnte und ich die Welt von Virgin River sehr schön fand.

Diesmal geht es um Connor und Leslie die beide frisch nach Virgin River ziehen um für Paul Haggerty  in dessen Bauunternehmen zu arbeiten. Beide haben schwere Ehen hinter sich und können sich nicht vorstellen, sich so schnell neu zu verlieben. Hinzu kommt, dass Connor untertauchen muss, bis er in einem Mordfall, in welchem er der einzige Zeuge ist, aussagen kann.
Schnell wird jedoch klar, dass die beiden nicht lange voneinander lassen können werden und sie nähern sich langsam an. Wäre da nicht Leslies Ex-Mann Greg.

Nichts Neues in Virgin River und trotzdem fühlt man sich als Leser heimelig und gut aufgehoben. Wie sollte es auch anders sein, sind Leslie und Connor sympathische Charaktere die wunderbar in das Stadtbild und zu den übrigen Bewohnern passen.
Wirklich Spannung will da natürlich nicht aufkommen, auch wenn Connor aufgrund der Gefahr die seine Aussage im Mordprozess mit sich bringt, natürlich untertauchen muss und von Unsicherheit geplagt ist. Da es sich jedoch bei den Virgin River Romanen um keinen Thriller oder Krimi handelt, werden sämtliche Situationen ohne viel Action aufgelöst.
Diesen Anspruch hat die Reihe in meinen Augen aber auch nicht, da sie eher für Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Loyalität steht. Und das schafft Robyn Carr auf jeden Fall eindeutig zu vermitteln. Ist man als Leser auch nur ein klein wenig Affin, möchte man lieber heute als morgen in die Kleinstadt in den Bergen ziehen!
Ich hätte meine Koffer auf jeden Fall schon länger gepackt, auch wenn mir die Soldaten und der Patriotismus manchmal etwas zu viel werden. In diesem Band hielten diese sich allerdings ein wenig zurück.

Alles in allem wieder eine nette Liebesgeschichte aus meiner liebsten Kleinstadt :-) die 4 von 5 Punkten von mir bekommt. Einen Punkt Abzug gibt es da die Story diesmal noch mehr plätscherte als sonst und es mir schon zu gleichförmig war.
Trotzdem freue ich mich auf die letzten drei Bände die mir noch fehlen. Eventuell mache ich danach bei Interesse gerne eine komplette Reihenvorstellung.

Montag, 21. August 2017

Neuzugänge August 2017 Teil 2

So, hier kommt der zweite und wahrscheinlich auch letzte Teil meiner Neuzugänge für den August 2017, denn wie bereits angekündigt, hatte ich ja auch noch eine Bestellung bei Arvelle aufgegeben, die gestern endlich angekommen ist (nicht, dass ich nicht auch so genug zu lesen hätte). Ich freue mich wie eine Schneekönigin über jedes einzelne Buch, konnte ich doch jetzt eine Reihe endlich abschließen, eine zweite Reihe im August ordentlich auffüllen, eine Trilogie beenden und mit einer neuen Reihe anfangen. So ich die Bücher denn dann auch zeitnah lese :-)

Besonders gefreut habe ich mich über 


Mir fehlten noch 4 Bücher um die Virgin River Reihe endlich abschließen zu können und Zuhause in Virgin River war genau der erste Band der mir fehlte um weiterlesen zu können. Das mache ich dann derzeit auch fleißig und weiß gar nicht, weshalb ich mit der Virgin River Reihe so lange ausgesetzt habe. Der Ort, die Menschen und auch der Schreibstil von Robyn Carr sind soooooo schön, ich bin schon wieder mitten drin und liebe es.


Dann kam Sarah Morgan. Ich hatte Winterzauber wider Willen vor einiger Zeit gelesen und obwohl es mir wirklich sehr gut gefallen hat, habe ich die Autorin nicht weiter verfolgt, die mittlerweile so viele Bücher auf deutsch herausgebracht hat. Somit habe ich jetzt einiges nachzuholen und freue mich schon darauf. Da ich um Weihnachten herum wirklich gerne konsequent Weihnachtsbücher lesen möchte, müsste ich Sommerzauber wider Willen dann jetzt zeitnah lesen.

Als nächstes habe ich, wie auch schon bei den letzten Neuzugängen gezeigt, meine Fools Gold Reihe versucht zu erweitern.


Hier fehlen mir allerdings immer noch mindestens 3-4 Bücher und Susan Mallery schreibt ja fleißig weiter, so dass es hier noch eine ganze Weile dauern wird, bis ich wieder auf Stand sein werde.
Was ich allerdings mal wieder festgestellt habe, besonders so im Vergleich zur Virgin River Reihe, die Cover gefallen mir ja so gar nicht bei der Fools Gold Reihe :-( Ich finde sie nicht wirklich schön gezeichnet und hätte mir auch eher so herzliche und warme Cover wie in Virgin River gewünscht, auch wenn Fools Gold ja eher in die Chick lit Richtung geht und humorvoller sein möchte.
Sei es drum, die Geschichten von Susan Mallery sind immer sehr kurzweilig und schön geschrieben.

Und dann konnte ich als alter Sparfuchs nicht widerstehen und musste sofort auch eine neue Reihe anfangen da es sie günstig bei Arvelle gab. Und zwar spreche ich von der Thunder Point Reihe von Robyn Carr.


Zeit der Liebe in Thunder Point, Sehnsuchtstage in Thunder Point und Herzenszauber in Thunder Point sind die ersten drei Bände der aktuellen Reihe von Robyn Carr, welche mittlerweile auch bereits 5 oder 6 erschienene Bücher umfasst.
Erst war ich mir unsicher, da ich die Grace Valley Trilogie nicht wirklich mochte, aber als Freunde mir sagten, dass Thunder Point eher mit Virgin River zu vergleichen ist (ohne zu viele Kriegsveteranen ;-) ), gab es bei mir kein Halten mehr.
Erst werde ich jedoch in meinen anderen Reihen auf Stand kommen und diese Bücher zunächst auf Halde legen. Sie benötigen ja keinen Unterhalt :-)

Und last but not least durfte ich mir bei Arvelle ein kostenloses Buch aussuchen da ich über einen bestimmten Betrag hinausgegangen bin. Ich habe mich dann für dieses hier entschieden, da es noch am meisten nach meinem Beuteschema klang.


Allerdings weiß ich nicht, ob ich überhaupt je dazu kommen werde es zu lesen, da ich einfach viel zu viele Bücher besitze.
Und auch im nächsten Monat kommt wieder ein ganzer Schwung Bücher dazu, da ich im September mein 25jähriges Dienstjubiläum feiere und von meinem Arbeitgeber einen großzügigen Gutschein für die Rathausgallerie bekomme :-) Und in diesem Zentrum gibt es nun mal auch eine Thalia Buchhandlung *pfeif* und ich habe schon entschieden, dass ich mir auf jeden Fall Bücher kaufen werde anstatt Klamotten, da man den Gutschein leider nicht splitten kann auf mehrere Geschäfte.
Ich möchte die Reihe von Marie Force aufstocken, da man diese Bücher noch nicht wirklich günstig gebraucht bekommt und dann habe ich noch so den einen oder anderen Bücherwunsch, den ich mir erfüllen kann.

In diesem Sinne, habt einen schönen Restlesemonat und bis zu den Neuzugängen im September :-)

Freitag, 18. August 2017

Auf ewig Dein von Eva Völler


Auf ewig Dein, Eva Völler
One Verlag, 376 Seiten

Klappentext

"Anna", füsterte er rau. "Du kannst dir nicht vorstellen, was es mir bedeutet, dich noch dieses eine Mal wiederzusehen."
Unvermittelt riss er mich in seine Arme und presste verlangend seinen Mund auf meine Lippen. Sein Kuss war von verzehrender Leidenschaft und gleichzeitig so herzzerreißend vertraut und voller Liebe, dass ich es bis in die Tiefen meiner Seele spürte. Im nächsten Augenblick war er verschwunden. Er hatte nicht offen ausgesprochen, was mit mir passiert war, aber mir war auch so klar, worauf es hinauslief. Es gab nur einen Grund, warum er aus der Zukunft zu mir gekommen war. Ich war gestorben.

Meine Meinung

Das Buch wurde mir netterweise vom Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Ich habe die Zeitenzauber Trilogie von Eva Völler geliebt und endlich sind Anna und Sebastiano zurück!
Zwischenzeitlich betreiben die beiden eine Zeitwächterschule in Venedig und wir treffen diese wieder, als sie gerade mit ihren zwei Schützlingen Ole und Fatima in England am Hof von Heinrich dem Achten weilen.
Ole der Wikinger und Fatima die Haremsdame sind die ersten Schüler der beiden und gerade dabei, sich in das Leben als Zeitwächter einzufinden. Mit von der Parite sind auch Jose und Jerry, die wir bereits aus der Zeitenzauber Trilogie kennen.
Doch diesmal bringt die Zukunft von Anna und Sebastiano die Truppe mehrfach an den Hof des legendären Königs.

Ich mag den Schreibstil von Eva Völler sehr gerne und so schaffte sie es auch diesmal, mich mit ihrer Geschichte abzuholen, bei Laune zu halten und an ihrem Ende sanft wieder wegzustellen :-) Die handelnden Personen sind und bleiben sympathisch und auch mit Ole und Fatima hat sie zwei Charaktere erschaffen, von denen ich zukünftig (es soll eine neue Trilogie werden) mehr lesen und erfahren möchte.
Was das angeht hat mir der Zeitenzauber schon immer ein wenig besser gefallen als die Edelstein Trilogie, aber das ist natürlich ein rein persönlicher Geschmack, ich habe beide gerne gelesen.
Die neue Trilogie über die Time School kann man übrigens auch alleine lesen, die Vorkenntnisse aus der Zeitenzauber Trilogie sind zwar wünschenswert, nicht jedoch zwingend notwendig, da einiges noch ein mal erklärt wird und auch neue Leser in die Geschichte eingeführt. Und andererseits hat sie auch den Spagat geschafft, dass "erfahren Leser" von den Erklärungen nicht genervt oder gelangweilt sein dürften. Wobei ich natürlich, alleine schon wegen dem Lesevergnügen dazu raten würde, die ersten drei Bände zu kennen (es lohnt sich!).

Was mir nicht so ganz gefallen hat, meinem Lesevergnügen andererseits aber auch keinen Abbruch tat, war die kleine "Erweiterung" die sie in die Geschichte eingebaut hat. Diese war mir dann zu "Fantasy" und in meinen Augen unnötig wenn ich eine reine Zeitreisegeschichte erwarte. Aber wie gesagt, es war nicht wirklich schlimm und Barnaby ist ein ganz wundervoller Charakter :-) Mehr kann ich hierzu nicht sagen, sonst würde ich zu sehr spoilern und das möchte ich nicht. Ihr sollt die Geschichte schon selber lesen.

Und das würde ich Euch auf jeden Fall empfehlen wenn ihr gute Zeitreise mögt, die nie langweilig wird. Dafür sorgen auch besonders die Dialoge mit den neuen Protagonisten, den Schülern der Time School, von denen ich noch einiges erwarte.

Für tolle Unterhaltung gebe ich daher 4,5 von 5 Punkten. Die 0,5 Punkte Abzug gibt es von mir für das Fantasyelement das ich so nicht erwartet und auch nicht unbedingt gebraucht hätte.
Ich bin gespannt auf den zweiten Band, der im Frühjahr 2018 erscheinen wird und der auf jeden Fall bei mir einziehen darf!

Samstag, 12. August 2017

Neuzugänge August 2017

Lange gab es keine Neuzugänge. Das lag einmal daran, dass ich mir nicht wirklich viele neue Bücher gekauft habe, zum anderen aber auch daran, dass ich das Gefühl habe, Ihr mögt Neuzugänge in Blogform nicht so wirklich (wo diese Videos bei Youtube ja wirklich sehr beleibt sind).
Wenn Ihr mögt, dann schreibt mir doch mal in die Kommentare, ob Euch die Neuzugänge überhaupt interessieren.

Diesen Monat habe ich mir bereits einige Bücher gekauft und es folgt auch noch eine etwas größere Bestellung bei Arvelle (7 Bücher), da mein Lesegeschmack in meinem Urlaub im Juli mal wieder komplett gekippt ist :-)
Das kenne ich von mir und empfinde es bereits als recht normal, auch wenn es dann und wann wirklich selbst für mich völlig überraschend kommt.

Bis vor etwa 3 Jahren habe ich einige Jahre fast ausschließlich folgende Bücher gelesen: Vampirromane und Co. wie die Black Dagger und die Reihen von Sherrilyn Kenyon, Kresley Cole und Co. (lese ich aktuell seit dem gar nicht mehr) und Bücher mit dem sog. "Kleinstadtfeeling", Liebesromane, am besten in einer Dorfgemeinschaft oder Kleinstadt angesiedelt (ich liebe auch die Gilmore Girls, vielleicht deshalb :-) )
Ich habe die Virgin River Reihe von Robyn Carr geliebt, oder auch die in Fools Gold angesiedelten Bücher von Susan Mallery, die Gansett Island Reihe von Marie Force, und und und.

Und jetzt im Juli, bekam ich plötzlich wieder absolute Lust auf Kleinstadtfeeling. Und da ich ein spontaner Mensch bin und trotz großem SUB immer das kaufe und lese was mich gerade interessiert (daher ja auch der große SUB, gekauft, gehortet, Interesse verloren *pfeif*), mussten einige neue Bücher bei mir einziehen.

Meine größte Entdeckung in diesem Bereich war auch jeden Fall die Birar Creek Reihe von Oloivia Miles, die ich auf jeden Fall in diesem Monat fortführen werde und mir daher direkt die nächsten beiden Bände gekauft habe, Neuanfang in Briar Creek und Herbstzauber in Briar Creek.


Und dann habe ich mir fest vorgenommen, auch die Virgin River Reihe zu einem Ende zu bringen, von der mir insgesamt 4 Bände noch gefehlt haben.
Diese drei sind in diesem Monat bereits bei mir eingetrudelt, ein letzter Band fehlt noch und dann werde ich sie auf jeden Fall nacheinander lesen (Bis auf Weihnachtsmärchen in Virgin River, das ich mir auch für die Weihnachtszeit aufheben werde).


Mehr "geschludert" habe ich bei der Fools Gold Reihe von Susan Malery wo ich festgestellt habe, dass mir um die 7 oder 8 Bände fehlen und es erscheinen ja immer mehr und mehr in dieser Reihe.
Drei Bücher kamen in den letzten Tagen, zwei erwarte ich noch über Arvelle und dann muss ich mal schauen wie viele Bände der Reihe ich noch benötige um wieder auf Stand zu kommen. Allerdings habe ich ja, da bereits wieder zwei Bände auf Amazon vorbestellbar sind, die Befürchtung, dass sich Fools Gold auch irgendwann mal totlaufen könnte. So klein kann die Stadt doch nicht sein wenn mindestens 40 Frauen 40 Traummänner finden. Oder der Genpool ist eben sehr hoch ;-)


Dann bin ich beim einkaufen über den ersten Band des Flammenmädchen gestolpert und wollte es für 2,99 € einfach nicht dort lassen. Die Thematik ist aktuell vielleicht nicht so meine, aber Samantha Young ist eine meiner Lieblingsautorinnen, so dass ich das Buch sicher irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft auch lesen werde.


Und dann kam bislang meine aktuelle Lektüre, die mir netterweise der Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt hat.


Ich habe ja die Zeitenzauber Trilogie von Eva Völler geliebt und jetzt freue ich mich, dass es mit Anna und Sebastiano weitergeht. Ich bin schon wirklich gespannt, ich bin aktuell auf Seite 101 und es liest sich gut an.
Der hübsche Becher steht im Regal, mal sehen ob ich ihn im Winter morgens mitnehmen werde :-)

Das war jetzt der erste Teil meiner Neuzugänge.
Seid ihr daran interessiert zu erfahren was noch alles bei mir eingezogen ist wenn das Päckchen von Arvelle bei mir eintrudelt oder sagt ihr Euch, dass ich ja sowieso zu jedem meiner gelesenen Bücher eine Rezension schreibe und wartet einfach ab?
Wenn ihr mögt, dann schreibt mir Eure Meinung gerne in die Kommentare, das würde mir sehr helfen, denn ohne Feedback ist es schwer genau das zu veröffentlichen was Euch wirklich interessiert (auch wenn ich es anhand der Aufrufe meist ganz gut nachverfolgen kann).

Donnerstag, 10. August 2017

Wer will schon einen Rockstar von Kylie Scott



Wer will schonen einen Rockstar, Kylie Scott
Lyx, 365 Seiten

Klappentext

Anne Rollins hat den schlimmsten Tag ihres Lebens hinter sich: ihe Mitbewohnerin ist aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden - mit allen Möbeln und ohne ihre Mietschulden zu begleichen. Um sich abzulenken, beschließt Anne kurzerhand, eine Freundin auf eine Party zu begleiten. Doch dort steht sie plötzlich niemand anderem gegenüber als Malcolm Ericson, dem Drummer der weltberühmten Rockband Stage Dive. Als dieser von Annes Problemen erfährt, macht er ihr ein Angebot, das verrückter nicht sein könnte: Er hilft ihr aus ihrer finanziellen Notlage, wenn sie im Gegenzug eine Zeit lang seine Freundin spielt.

Meine Meinung

Den ersten Band der Reihe um die Rockband Stage Dive, habe ich damals direkt nach dessen Erscheinen gelesen, aber, obwohl er mir sehr gut gefallen hat, nicht direkt mit Band 2 begonnen, als er damals erschien. Jetzt gab es die komplette Reihe günstig bei Arvelle und ich habe zugeschlagen.

Anne war mir, weshalb auch immer, sofort sehr sympathisch. Vielleicht lag es an ihrer Art, vielleicht an der Tatsache, dass sie gerne liest und als Buchhändlerin arbeitet, ich weiß es nicht.
Als ihre Mitbewohnerin Skye sie sitzen lässt, nimmt ihre Nachbarin Lauren sie mit auf eine Party von Ev und David, dem Paar aus dem ersten Band. Auf dieser Party lernt Anne den Drummer von Stage Dive, Mal Ericson, unter ziemlich komischen Voraussetzungen kennen und gerät sofort mit ihm auseinander.

Bei Mal war ich von Anfang an Zwiespältig. Aber nicht weil sein Charakter so undurchschaubar war, nein, er wurde von Anfang an sehr nett und zuverlässig dargestellt, sondern weil ich sofort wusste, dass ein Mann wie er, mir in meinem wahren Leben innerhalb von Minuten tierisch auf die Nerven gehen würde und ich alles machen, aber diesem Menschen nicht näher kommen wollen würde :-)
Er schien mir von Anfang an wie ein Teddybär auf Speed und kein bißchen wie der sexy Drummer, als der er dargestellt werden soll.
Auch die Tatsache, dass er Anne quasi mit seiner Anwesenheit und der Tatsache, dass er sie zu seiner Freundin machen will von 0 auf 100 überfällt, wäre mir persönlich alles andere als sympathisch.
Und dennoch schafft Kylie Scott es, dass man diesen Mann trotzdem mögen muss. Und das schaffen bei mir nicht viele Autoren wenn ich beschlossen habe, dass eine Person mich so dermaßen nerven würde wie Mal :-)
Auch die Tatsache, dass er Anne auf jeder Seite mindestens 2 x Mäuschen nennt, war für mich eher abtörnend ;-) Kann aber natürlich auch an der Übersetzung liegen wobei ich nicht weiß, ob Schätzchen oder Liebling oder was auch immer, so viel besser wäre, wenn es ständig und drei Tage wiederholt wird.
Nein, Mal Ericson als Mann kann Anne Rollins gerne geschenkt haben, auch wenn er unbestreitbar viele gute Seiten hat und gar nicht dieses Rockstarimage zu leben scheint. Zumindest kann er es sehr schnell völlig ablegen.

Zwischenzeitlich versucht das Buch mal durch ein Schwieriges Thema Tiefe zu bekommen, doch leider löst Kylie Scott jedes mal viel zu schnell in Mäuschen und rosa Wolken auf. Das hat einfach nicht zu den schweren Thematiken gepasst, die hier nur angerissen werden.
Da hätte sie sich für mich einfach dafür entscheiden sollen, durchgängig einen locker und leichten Roman zu schreiben und nicht die schwere Kost runterzuspielen. Besonders Mal reagiert ständig völlig unangemessen, in die eine, wie auch in die andere Richtung. Das hat für mich nicht gepasst.
Aber genau diese Reaktionen haben mich am Anfang der Story auch vermuten lassen, dass bei Mal eine psychische Störung vorliegt. Eben weil er in der einen Minute der Teddy auf Speed ist und in der anderen dann wieder völlig in sich kehrt und Trost im Alkohol sucht.
Offensichtlich hat die Autorin jedoch nicht so gedacht.

Wirklich kennen lernt man leider beide Protagonisten nicht, auch wenn Ansätze hierzu da sind und ich gerne tiefere Einblicke in deren Welt gehabt hätte, alleine weil sie mir generell aufgrund des Schreibstils eben auch sehr sympathisch waren.

Letztendlich handelt es sich um eine leichte Liebesgeschichte mit einem nervenden Helden, die immer mal versucht Tiefgang in das Ganze zu bringen, sich dann aber doch wieder um entscheidet und in einer locker leichten Komödie enden möchte......oder vielleicht doch nicht?

Lediglich die sympathischen Charaktere und der tolle, flüssige Schreibstil von Kylie Scott, machen Wer will schon einen Rockstar, dann aber doch zu einer schönen leichten Lektüre, die ich gerne ohne groß nachzudenken, nebenbei verschlingen konnte.

Da ich weiß, dass mir der erste Band allerdings weitaus besser gefallen hat und ich Mal immer schlagen und zum schweigen bringen wollte :-), gebe ich heute leider nur 3,5 von 5 Punkten, Tendenz im nächsten Band hoffentlich wieder nach oben.



                                                                                                         

Samstag, 5. August 2017

Rock my Dreams von Jamie Shaw



Rock my Dreams, Jamie Shaw
Blanvalet, 472 Seiten

Klappentext

Hailey Harper hat einen Plan: so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren, um nicht länger finanziell von ihrem Onkel abhängig zu sein. Doch dann begegnet sie Mike, und plötzlich kann sie an nichts anderes mehr denken. Mike ist der Drummer der Rockband The Last Ones to Know, er ist süß, witzig - und der Exfreund ihrer Cousine Danica, die ihn jetzt, da er berühmt ist, unbedingt zurückgewinnen will. Hailey geht auf Abstand, doch sie hat die Rechnung ohne Mike gemacht: Für ihn ist Hailey das Mädchen, auf das er sein Leben lang gewartet hat - und er wird alles tun, um ihr das zu beweisen.

Meine Meinung

Jetzt habe ich es doch getan, ich habe den letzten Band der Rock my Reihe von Jamie Shaw gelesen, den ich mir eigentlich noch eine Weile aufheben wollte.
Aber er lachte mich immer an und dann konnte ich einfach nicht mehr an ihm vorbei gehen.
Und ich bin froh, ihn gelesen zu haben, denn nachdem ich von der Geschichte um Shawn und Kit ja nicht so begeistert war, hat mich die Geschichte von Hailey und Mike diesmal wieder mehr begeistert (auch wenn nichts an Rowan und Adam ran kommt :-) ).

Hailey ist mit ihrer Cousine Danica in die Stadt gekommen um Tiermedizin zu studieren. Danica dagegen hat ein anderes Ziel, ihren Exfreund Mike zurückzugewinnen, den sie nach der Highschool aufgrund dessen "Perspektivlosigkeit" verlassen hat und ihm damit das Herz gebrochen. 
Bereits in den Vorgängerbänden war immer mal von Danica die Rede wenn es darum ging, weshalb Mike keine Freundin hat. Offensichtlich kam er mit der Trennung lange nicht klar.
Recht früh fragt man sich als Leser jedoch, weshalb Mike an diesem Mädchen so hängt, denn immer mehr wird klar, Danica ist ein egoistisches Biest.
Anders dagegen Hailey, ihre nette Cousine.

Anfangs konnte ich Mike´s Handlungen so gar nicht nachvollziehen, doch schnell wird klar, dass dieser sich zu Hailey hingezogen fühlt, die zusammen auch einfach nur Zucker sind :-) Ein witziges Paar, das zusammen Spaß hat und sich blendend versteht. Beide stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden und haben ganz offensichtlich einen netten und treuen Partner/in verdient, die sie gut behandeln.
Doch Danica möchte nicht so einfach kampflos aufgeben und versucht alles, um die beiden zu entzweien.

Der letzte Band der Reihe um die Band The Last Ones to Know spielt weniger innerhalb der Band, die anderen Bandmitglieder spielen diesmal nur eine sehr untergeordnete Rolle. Hier geht es mehr um Hailey die versuchen muss, ihr Leben und ihre Liebe auf sichere Bahnen zu leiten. Und dennoch fühlt man die ganze Zeit mit ihr mit und vermisst die Band weniger, zumindest ging es mir so.
Lediglich Danica hätte ich mehr und mehr auf den Mond schießen können, solch ein unsympathischer und aggressiver Charakter ist mir selten begegnet und ich frage mich, wie sie solch eine Charaktereigenschaft so viele Jahre vor Mike verstecken konnte, der sie für seine große Liebe hielt. Das konnte ich mir als Leserin eher weniger vorstellen, aber gut, Jamie Shaw erzählt die Geschichte so und nicht anders.

Ich gebe diesem letzten Band 4,5 von 5 Punkten und bin gespannt, mit welcher neuen Idee Jamie Shaw hoffentlich demnächst schreibend kommen wird.



Donnerstag, 3. August 2017

Perfect Touch: Ergeben von Jessica Clare


Perfect Touch: Ergeben, Jessica Clare
Bastei Lübbe, 333 Seiten

Klappentext

Reality-TV! Für Milliardär Sebastian Cabral gibt es kaum etwas Schlimmeres. Vor allem, weil seine Mutter der Star einer solchen Show ist und ihn mit seiner Ex verkuppeln will, um mehr Drama zu schaffen. Irgendwann ist er so entnervt, dass er seine Bekannte Chelsea bittet, ihn zum Schein zu heiraten. Eigentlich die perfekte Lösung. Nur leider stellt diese Ehe Sebastian vor ganz neue Probleme. Denn die platonische Beziehung zu seiner äußerst reizvollen Ehefrau macht ihn mit jedem Tag ein bißchen mehr verrückt. Genau wie die Tatsache, dass Chelsea etwas vor ihm verbirgt.

Meine Meinung

Wer Jessica Clare ließt der weiß, was ihn erwartet. Diese Erwartungen erfüllt die Autorin dann allerdings immer wieder aufs Neue und liefert gewohnt gute leichte Kost für Zwischendurch.
Allerdings war ich, nachdem die ersten beiden Bände der neuen Brautjungfern-Reihe mich nicht so mitreißen konnten, diesmal überrascht, dass Sebastian und Chelsea so ein nettes Paar waren, dass mir sofort sympathisch war. 
Auch konnte ich die Reaktionen von Chelsea auf das von ihr erlebte durchaus nachvollziehen, ohne dergleichen selber erlebt zu haben. Und Sebastian war mit seinen Reaktionen auf das Verhalten seiner Frau sowieso der Traummann schlechthin. Einfach zu gut um wahr zu sein, aber das sind die Milliardäre von Jessica Clare ja meist :-) 
Dazu noch eine Prise Wahnsinn in Form von Sebastians völlig durchgeknallter Reality TV Mom "Mama Precious" und die Storyline war perfekt.

Ich habe diesen Band in einem Tag durchgelesen, da Jessica Clare gewohnt flüssig schreibt. Und wie bereits erwähnt, Tiefgang sollte man in ihren Büchern eher nicht erwarten, in der Perfect Touch Reihe leider noch etwas weniger als in Perfect Passion.

Zum Inhalt kann ich leider nicht viel sagen, da alles über den Klappentext hinaus zu viel spoilern würde. 

Für gewohnt leichte Unterhaltung gebe ich, gemessen an den anderen beiden Perfect Touch Bänden, 4,5 von 5 Punkten.

Dienstag, 1. August 2017

Winter in Briar Creek von Olivia Miles


Winter in Briar Creek, Olivia Miles
Lyx, 422 Seiten

Klappentext

Als Grace Madison zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder das Haus ihrer Eltern betritt, glaubt sie erst, sich in der Tür geirrt zu haben: Ihre Mutter, die preisgekrönte Deko-Königin von Briar Creek, will Weihnachten einfach ausfallen lassen, und der geliebte Buchladen ihres Vaters ist nach dessen Tod völlig verwaist. In Grace Heimatort scheint nichts mehr so zu sein wie früher. Doch dann begegnet sie Luke Hastings wieder, der ihre Gefühlswelt innerhalb von Sekunden völlig auf den Kopf stellt, als seien sie nicht Jahre voneinander getrennt gewesen....

Meine Meinung

Im Moment habe ich ja meine Kleinstadtfeeling-Phase und war etwas zwiespältig ob ich es mit Olivia Miles versuchen sollte, schließlich gibt es noch einige Bücher von Robyn Carr, Marie Force und Co. zu lesen, die ich die letzten Jahre geschludert habe. Öhm :-)
Jetzt kann ich aber sagen, dass ich froh bin, in Briar Creek eingetaucht zu sein!

Grace Madison hat vor 5 Jahren ihr Heimatstädtchen Briar Creek verlassen um in New York eine Karriere als Schriftstellerin zu starten. Auf der Strecke blieb damals ihre Beziehung zu ihrer großen Liebe Luke Hastings, der andere Ziele hatte und in Briar Creek fest verwurzelt blieb und sogar eine andere Frau heiratete.
Jetzt ist Grace Vater gestorben und sie hat sich von ihrem Verlobten Derrek getrennt und sie fährt in ihre Heimatstadt, um Weihnachten mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern Anne und Jane zu verbringen.
Sie hofft nur, dass sie Luke nicht über den Weg laufen wird, denn zu viele schmerzliche Erinnerungen hängen noch an dem Mann, den sie ihrem Fortkommen zuliebe, aufgegeben hat.
Und auch Luke hat sein Päckchen zu tragen, verstarb doch seine Frau Helen im Vorjahr am Tag vor Weihnachten.

Grace kommt nach Briar Creek und natürlich ist der erste dem sie in die Arme läuft Luke. Doch Grace hat ganz andere Sorgen, denn ihre Weihnachtsverrückte Mutter möchte das Fest der Liebe einfach ausfallen lasse, ihre Schwester Anna scheint unnahbar und auch Jane versteckt offensichtlich etwas hinter ihrer guten Laune.

Ich hatte ja vor Kurzem erst "Alles, was Du suchst" von Marie Force gelesen und ein wenig bemängelt, dass die Geschichte zwar herzerwärmend war, doch ein wenig vor sich her plätscherte, ohne wirkliche Ecken und Kanten zu haben.
Das ist bei der Briar Creek Reihe von Olivia Miles genau anders. Zwar kommt auch sofort dieses gewisse Kleinstadtfeeling auf und man fühlt sich in Briar Creek sofort heimisch, doch haben die handelnden Protagonisten normale Ecken und Kanten, Sorgen und Nöte.
Zwar geht auch diese Geschichte natürlich nicht psychologisch tief, aber sie hat Substanz und man als Leser das Gefühl, man könne auch selber Teil dieser Gemeinschaft sein.
Natürlich geht es in diesem Band um Grace und Luke, jedoch kommen auch Anna und Jane nicht zu kurz und man erfährt, besonders bei Jane, wohin die Reise noch gehen wird (auch wenn der nächste Band von Anna handeln wird).

Ich konnte auch die Gefühle von Grace und Luke jederzeit nachvollziehen, wenn auch ich Luke gerne mal einen ordentlichen Schlag auf den Hinterkopf verpasst hätte. Allerdings bin ich auch in der glücklichen Lage noch keinen Partner durch Tod verloren zu haben! (Und Olivia Miles hoffentlich auch nicht).
Besonders Grace mochte ich sehr gerne, die tough ist, ohne völlig über Leichen zu gehen. Ich bin ja eh kein Fan von "Weibchen" :-) und das ist Grace auf gar keinen Fall. Sie weiß was sie will und auch was eben nicht und ist nicht bereit, ihr Leben völlig für einen Mann und eine Familie aufzugeben (anders als ihre Schwester Jane es gemacht hatte).

Jetzt bin ich schon sehr gespannt, wie es in Briar Creek weitergehen wird, die beiden nächsten Bände um Anna und Jane habe ich mir schon besorgt und ich hoffe, sie trudeln die nächsten Tage bei mir ein.

Für tolles Kleinstadtfeeling mit Wohlfühleffekt und trotzdem Tiefgang, gebe ich volle 5 von 5 Punkten. Ein Klasse Auftakt der Reihe!



Dienstag, 25. Juli 2017

Bourbon Sins von J.R. Ward



Bourbon Sins, J. R. Ward
Lyx, 534 Seiten

Klappentext

Nach dem Tod des Familienoberhaupts hängt die Bourbon-Dynastie der Bradfords am seidenen Faden. Der Patriarch hat nicht nur das Unternehmen hoch verschuldet hinterlassen, nun entpuppt sich sein vermeintlicher Selbstmord auch noch als Mord.
Unter Verdacht gerät der älteste Sohn Edward, den sein Vater um alles gebracht hat, was die Zukunft für ihn bereithielt. Während sein jüngerer Bruder Lane alles daran setzt, das Familienunternehmen zu retten, liegt das Schicksal der Bradford Bourbon Company nun ausgerechnet in den Händen ihrer größten Konkurrentin, der Frau, die Edward über alles liebt, aber unerreichbar für ihn scheint.

Meine Meinung

Auch der zweite Band der Bourbon Reihe wurde mir netterweise vom Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank hierfür!

Nachdem ich am ersten Band der Reihe ja einige Kritikpunkte hatte, war ich jedoch trotzdem sehr gespannt, wie es mit der Familie Bradford, die doch arg vom Leben gebeutelt ist, weitergehen würde. Geld macht eben doch nicht immer glücklich, besonders dann nicht, wenn man es vom einen auf den anderen Tag verliert.
Diese Erfahrung machen besonders Lane und Gin, da Edward sich auf seinem Gestüt verschanzt und sein eigenes Leben zu leben scheint und Max schon seit Jahren nicht mehr zu Hause war.
Diesmal liegt ein größerer Fokus der Geschichte auf Edward, den es am härtesten der Geschwister getroffen hatte. Aus der schweren Geiselhaft freigekommen, ist er mittlerweile ein gebrochener Alkoholiker, der mit sich und seinem Leben abgeschlossen zu haben scheint. Alles wäre so Ausweglos, wären da nicht Shelby, die Tochter eines guten Freundes die mittlerweile bei ihm arbeitet und Sutton, seine große Liebe.
Aber natürlich kommt auch Lane nicht zu kurz, dem das schwere Los zugefallen ist, die Familie vor dem völligen Untergang zu retten.
Und auch aus Gin wird man als Leser nicht wirklich schlau, die alles zu tun bereit zu sein scheint, nur um ihren gesellschaftlichen Stand zu halten. Auch einen verhassten Mann zu heiraten, der sie misshandelt und sie in eine ungewisse Zukunft führt.

Auch diesmal erfährt man nur wenig von den Menschen an sich, was aufgrund der Fülle der handelnden Personen etwas nachvollziehbar scheint. Lediglich ihre aktuelle Situation wird beleuchtet, ihr Charakter im Hier und Jetzt. 
Und man fragt sich als Leser, was der Familie noch alles passieren soll, bis endlich mal wieder etwas Ruhe einkehrt. Man hat das Gefühl, dass Hiobsbotschaft auf Hiobsbotschaft folgt. Aber gerade das macht die Bourbon Trilogie letztendlich auch spannender als noch in Band 1, der etwas mehr vor sich hin plätscherte. Wird es Lane gelingen das Familienunternehmen zu retten? Hat Edward seinen Vater wirklich getötet? Und was muss Gin noch alles passieren bis ihr Mann Richard seine gerechte Strafe bekommt. Und was ist eigentlich mit Max? Letzterer taucht kurz auf, hat jedoch auch im zweiten Band noch keine entscheidende Rolle.

Ich habe bereits beim ersten Teil gesagt, dass mich die Bourbon Trilogie an Serien meiner Kindheit erinnert, nämlich Dallas und den Denver Clan :-) Dort passierte auch eine Familientragödie auf die nächste und nebenbei wurde sich geliebt und gestritten.
Wer also diese Serien mochte, der wird mit den Bradfords einen kleinen Flashback erleben können :-)
Was ich jedoch gar nicht nachvollziehen kann, jedoch von diversen Booktubern auf YouTube verbreitet wird ist die Einstufung der Geschichte als New Adult. Die Bourbon Trilogie ist sicher alles, aber kein New Adult, das ich, wie ihr wisst, auch sehr gerne als Genre lese.
J.R. Wards handelnde Personen sind alle bereits älter und vom Berufseinstieg und der Collegezeit weit entfernt (Gin ist 36, Edward noch älter). Und auch wenn es manchmal nicht so scheint, stehen sie mit beiden Beinen fest im Leben und haben schon einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen.
Daher ist die Bourbon Reihe einen Familiengeschichte, ganz normaler Contemporary, was der Geschichte jedoch keinen Abbruch tut!!! J. R. Ward versteht es, ihre Leser in eine eigene kleine Welt zu entführen und findet immer eine gute Balance zwischen hart und weich. Die Geschehnisse werden nicht zu sehr beschönigt, jedoch auch nicht bis ins kleinste Detail ausgeführt, vor allem die Gewalt- und Sexszenen, wie es bei letzteren in den vielen Erotikromanen ja der Fall ist.

Gekonnte Familienunterhaltung die von mir diesmal 4,5 von 5 Sternen bekommt und mich schon gespannt auf den Dezember warten lässt.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Alles, was Du suchst von Marie Force


Alles, was Du suchst, Marie Force
Fischer TB, 481 Seiten

Klappentext

Cameron ist Webdesignerin in New York. Und nur weil sie diesen Auftrag dringend braucht, macht sie sich auf den Weg ins tiefste Vermont. Dort soll sie für einen familiengeführten Country-Store einen Online-Shop entwerfen, aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Will, der Sohn des Auftraggebers, ist zwar unglaublich sexy und sympathisch, doch von der Idee eines Internet-Auftritts ist er alles andere als begeistert. Schon fliegen zwischen Cameron und Will die Fetzen. Trotzdem kann Will das Verlangen, das er für Cameron empfindet, nicht leugnen - und die beiden verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Aber da ist mehr zwischen ihnen. Vielleicht sogar wahre Liebe?

Meine Meinung

Nach einigen Jahren der Abstinenz war mir mal wieder nach Kleinstadtromantik. Keine Milliardäre, kein derber Sex, keine dominanten Kerle und unterwürfigen Frauen. kein Großstadtglamour.......dafür eine Kleinstadt im idyllischen Vermont, eine Familie, Freunde, die große Liebe......
Und ich wurde vom Auftaktband der Lost in Love Reihe von Marie Force nicht enttäuscht und bekam alles was ich erwartet hatte. Alles, was ich für den Augenblick suchte :-)

Wer aufgrund des Klappentext allerdings erwartet, dass es zwischen Will und Cameron hoch her geht, der sei gewarnt, das passiert leider nicht. Wie der Verlag darauf kommt zu schreiben, dass zwischen den beiden die Fetzen fliegen, bleibt mir schleierhaft!
Alles ist von Anfang an super harmonisch und Will und Cameron zwei sympathische Protagonisten.

Lincoln Abbott, ein Bekannter ihres Vaters, bittet Cameron zu ihm uns seiner Familie nach Butler in Vermont zu kommen, da er für sein Familienunternehmen gerne eine Homepage und später einen Onlineshop hätte.
Allerdings hat er hier die Rechnung ohne seine 10 Kinder gemacht, welche absolut gegen eine Modernisierung ihres Familenbetriebes sind und alles gerne beim alten lassen würden.
Und auch Camerons Start ist alles andere als einfach, wird ihr Wagen auf der hinfahrt doch bei einer Karambolage mit dem Stadtelch demoliert.
Hier trofft sie das erste mal auf Will Abbott, der ihr prompt zur Hilfe eilt.

Im ersten Band geht es um die beiden und wir lernen trotzdem einen kleinen Teil der Familie näher kennen, um die es in den nächsten Bänden vermehrt gehen wird. Es ist wie so meist ja davon auszugehen, dass in der Reihe alle 10 Abbott Kinder unter die Haube gebracht werden :-)
Will und Cameron haben beide in ihrem Leben schon einiges erlebt und vertrauen der Liebe nicht mehr so wirklich. Will hatte sich bereits vor Jahren in eine Frau aus der Großstadt verliebt und diese an das Leben in der Stadt verloren, Cameron dagegen ist schon eine Weile auf der Suche nach der großen Liebe, sehnt sich nach Zusammengehörigkeit und Wärme, die sie von ihrem Vater in der Kindheit nie bekommen hat und wurde immer nur bitter enttäuscht.
Trotzdem verlieben die beiden sich mehr oder minder auf den ersten Blick ineinander und es scheint so, als habe Cameron in Butler all das gefunden, was sie schon immer suchte.

Also wer sich nicht in die Kleinstadt Butler und die Abbott Familie verliebt, der hat kein Herz :-)  Es passiert nicht viel, aber das was passiert, ist so warm und herzlich, dass man sich am liebsten ins Buch saugen lassen und am Kamin einkuscheln würde. Oder mit dem wirklich rührigen Will Abbott im Hot Tube versinken :-) Wer wünscht sich nicht einen solch treuen und fürsorglichen Mann an seiner Seite der auch noch blendend aussieht?

Und on Cameron sich letztendlich für Will und ein Leben in Butler entscheidet, das müsst ihr natürlich selber lesen :-)

Ich gebe dem Auftaktband der charmanten Kleinstadtserie volle 5 von 5 Sternen und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Vermont wenn es um Hannah Abbott und den Werkstattbesitzer Nolan geht.